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Seit Ende des 16. Jahrhunderts hat
sich besonders in den Niederlanden und Belgien, aber auch in Deutschland
ein Brauch eingebürgert, der sich bis heute erhalten hat. Verkleidete
Männer oder Knaben zogen als Dreikönige oder auch als Gefolgsleute eines
vorausgetragenen großen Sterns von Haus zu Haus. Sie trugen weiße Hemden,
waren als Könige verkleidet oder hatten ortsabhängig bestimmte Kostüme an.
Die Sternsinger erzählten von der Geburt Christi, der Anbetung in
Bethlehem und von Herodes und seinem Ende. Anschließend baten sie um Gaben
wie Kuchen, Nüsse oder Geld.
Dieser zuerst sehr ernsthaft geübte Brauch drohte streckenweise ins
Komische umzuschlagen. So wurden im 18. Jahrhundert oft Schelmenlieder in
Psalmenform vorgetragen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam das
Sternsingen nahezu in Vergessenheit. Erst in unserem Jahrhundert ist man
bemüht, diesen Brauch wieder aufleben zu lassen.
In den Niederlanden ist aus dem ursprünglichen Sternsingen ein Kinderfest
geworden. Die Kleinen ziehen dabei mit Lampions durch die Straßen.
Die
Heiligen drei Könige
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